Du hast ein langes Webinar aufgezeichnet oder ein YouTube-Video online gestellt, und danach passiert nichts mehr damit? Für Social Media bräuchtest du zehn kurze Clips, aber die schneidet dir niemand mal eben nebenbei. Dafür brauchst du inzwischen kein extra Tool mehr: ChatGPT schaut dein Video selbst durch, erkennt die starken Stellen und schneidet sie sauber zusammen. In diesem Snip zeige ich dir, wie du dir damit ein eigenes Shorts-Studio baust, eine Oberfläche, durch die ab sofort jedes weitere Video von dir läuft, mit Clips, Untertiteln im eigenen Look und fertigen LinkedIn-Posts.
Ergebnis: Nach diesem Snip hast du ein eigenes Shorts-Studio, das aus jedem langen Video Highlight-Clips mit Captions und passenden LinkedIn-Beiträgen erstellt, komplett in ChatGPT und ohne einen einzigen Schnitt von Hand.
- Öffne die ChatGPT Desktop-App und wechsle in den Work-Modus. Nimm wirklich die Desktop-Variante, nicht den Browser: Nur dort ist das Video-Framework FFmpeg direkt verfügbar, mit dem ChatGPT YouTube-Links ohne Umweg verarbeiten kann. Im Browser musst du jedes Video erst runterladen und wieder hochladen. Du brauchst mindestens den Plus-Plan, das Projekt frisst viele Tokens.
- Wähle GPT-6 als Modell und stelle den Aufwand ein. Mittel reicht in der Regel, bei Ultra habe ich keinen spürbaren Qualitätsunterschied gemerkt, du läufst nur schneller in deine Limits.
- Gib den Prompt ein: “Kannst du daraus bitte drei virale Shorts für Social Media generieren? Am besten in einer übersichtlichen, individualisierbaren Oberfläche, in der ich das Template direkt anpassen kann. Zudem wären die Captions und vorbereitete LinkedIn-Beiträge passend zu den Shorts super.” Häng deinen YouTube-Link an und klick auf Loslegen.
- Lass ChatGPT arbeiten: Es schaut das Video durch, sucht die Highlights raus, schneidet die einzelnen Shorts und baut die Studio-Seite darum. Wenn du in deine Limits läufst, warte die Sperre ab und mach danach weiter, im Laufe eines Tages ist so ein Projekt trotzdem fertig.
- Öffne das fertige Shorts-Studio und teste alles durch: Clips abspielen, vorspulen, herunterladen. Kleine Bugs (bei mir sprang der Abspielbalken anfangs auf null zurück) lässt du mit einer kurzen Korrektur-Anweisung fixen.
- Pass das Design an dein Branding an: Gib ChatGPT einen Screenshot deiner Homepage mit und bitte darum, das Studio entsprechend umzugestalten. Bei mir hat das rund 20 Minuten gedauert.
- Feinjustiere das Template direkt im Studio: Markenname, Akzentfarben, Headline und Größe der Kernaussage, Bildausschnitt, Untertitel an oder aus. Einzelne Captions korrigierst du pro Szene im Captions-Reiter, falls etwas nicht passt.
- Ab jetzt läuft jedes weitere Video durch dein Studio: eigenes Video hochladen oder einfach einen YouTube-Link einfügen, Anzahl der Shorts festlegen (drei, zehn oder so viele du willst) und Clips samt LinkedIn-Posts exportieren.
- Verstehen, warum ChatGPT mit GPT-6 inzwischen selbst Videos schneiden kann und wieso YouTube-Links nur in der Desktop-App direkt funktionieren.
- Ein eigenes Shorts-Studio als wiederverwendbare Oberfläche für alle künftigen Videos aufbauen.
- Aus einem langen Video Highlight-Clips mit Wort-für-Wort-Untertiteln und passenden LinkedIn-Posts generieren.
- Das Studio-Design mit einem Homepage-Screenshot an die eigene Marke anpassen.
- Content Recycling: Nutze automatisch generierte Clips, um lange Webinar-Aufzeichnungen mehrfach auf verschiedenen Plattformen zu verwenden.
- Interview-Highlights: Extrahiere wichtige Aussagen aus langen Interviews für prägnante Social-Media-Shorts.
- Event-Zusammenfassungen: Erstelle kurze Zusammenfassungen von langen Event-Streams als Marketingmaterial.
- Produktdemos: Schneide lange Produktpräsentationen in kurze, aufmerksamkeitsstarke Clips für Werbekampagnen.
- Training Clips: Entwickle kompakte Lerneinheiten aus langen Trainingsvideos zur einfacheren Verbreitung.